Über den Krankenhausspiegel

Das Prüfverfahren

Seit dem Jahr 2001 werden in Deutschlands Krankenhäusern – im Rahmen der gesetzlichen externen Qualitätssicherung nach § 135a und 137 Sozialgesetzbuch V – Daten erhoben, aus denen hervorgeht, welche Kliniken eine bestimmte Behandlungsqualität erreichen und in welchen es noch Verbesserungsbedarf für einzelne Aspekte der Behandlung gibt. Aus den Daten geht auch hervor, inwieweit die Kliniken ihrer Pflicht zur Dokumentation jeder einzelnen Behandlung nachkommen. Dies ist die gesetzlich vorgeschriebene externe stationäre Qualitätssicherung. 

Daten von über 1.500 Krankenhäusern

Fast 1.550 Kliniken mit über 1.900 Standorten haben sich 2016 an dem Verfahren verpflichtend beteiligt. Dabei wurde die Qualität der stationären Versorgung bei 24 Leistungsbereichen (Krankheiten bzw. Behandlungsverfahren) anhand von rund 2,5 Millionen behandelten Patienten erfasst und ermittelt. Auf diese Weise entsteht ein umfassendes Bild der Patientenversorgung in Deutschland, zum Beispiel: "Bei 0,8 Prozent aller Patienten, die einen Herzschrittmacher implantiert bekommen, sind chirurgische Komplikationen aufgetreten." oder: "93,6 Prozent der Patienten mit einer schweren Lungenentzündung werden im Krankenhaus frühzeitig wieder mobilisiert."

Stärken und Schwächen finden

Diese bundesweiten Ergebnisse werden jedes Jahr aufs Neue erhoben und veröffentlicht. Sie geben einen Überblick über das Leistungsvermögen der deutschen Krankenhäuser, ohne jedoch auf einzelne Kliniken namentlich einzugehen. Ziel der Veröffentlichung dieser allgemeinen Leistungsdaten ist es, Stärken und Schwächen bei der Behandlung darzustellen, Lösungsansätze zu entwickeln und auf Dauer die Behandlungsqualität zu verbessern.

Qualitätsberichte der Krankenhäuser

In den Veröffentlichungen können einzelne Krankenhäuser nicht identifiziert werden. Die Kliniken selbst erhalten gesondert ihre Einzel-Ergebnisse. Aus ihnen erfahren sie, wo sie im Leistungsvergleich stehen, in welchen Bereichen sie eventuell besser als der Durchschnitt sind und wo es noch Defizite gibt. Jede Klinik ist seit 2013 verpflichtet, jährlich einen Qualitätsbericht zu veröffentlichen. Darin muss auch ein Großteil der gesetzlich ermittelten Qualitätsergebnisse der Klinik enthalten sein. Da dies in der Regel in tabellarischer Form und ohne Erläuterungen geschieht, sind diese Auswertungen für Laien kaum verständlich. Außerdem fällt der Vergleich mit anderen Krankenhäusern sehr schwer.

Freiwillige Transparenz der Krankenhäuser

Im Krankenhausspiegel Hannover haben sich 15 Kliniken zusammengetan, um die Qualitätsdaten in verständlicher und leicht lesbarer Form den Patienten näher zu bringen. Die Inhalte dieser Website sind von allen Kliniken gemeinsam erstellt worden; die Qualitätsergebnisse stammen von unabhängigen Prüfgremien. Die vollständige Liste aller beteiligten Kliniken und Projektpartner finden Sie auch in der Navigations-Leiste links unter den Punkten Krankenhausportraits A-Z und Projektpartner.

Dem Krankenhausspiegel Hannover und damit dem Prinzip der Offenheit haben sich auch die Hautklinik Linden, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie das Klinikum Wunstorf angeschlossen. Bei den bisher im Krankenhausspiegel veröffentlichten Leistungsbereichen sind diese Fachkliniken noch nicht mit eigenen Behandlungsergebnissen bzw. Leistungsdaten vertreten, da ihre Schwerpunkte auf anderen Gebieten der Medizin liegen.