Herzkatheter-Anwendungen

Qualitätsmerkmal:Vermeidung unnötiger Herzkatheter-Untersuchungen

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn möglichst selten bei Patienten, die nicht herzkrank sind, eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt wird.

Eine diagnostische Herzkatheter-Untersuchung ist zwar nur mit einem geringen Risiko verbunden, dennoch sollte sie nur dann durchgeführt werden, wenn Patienten tatsächlich herzkrank sind. Immer wieder wird in Studien beobachtet, dass sich bei Herzkatheter-Untersuchungen herausstellt, dass Beschwerden der Patienten wie Brustschmerzen oder Atemnot gar nicht vom Herzen herrühren und folglich keine Herzerkrankung vorliegt. Der Arzt soll daher zunächst durch Voruntersuchungen wie Belastungs-EKG und Ultraschall den Verdacht auf eine Herzerkrankung abklären. Erst wenn dieser bestätigt ist, sollte eine Herzkatheter-Untersuchung erfolgen, um genau festzustellen, welche Gefäße verengt sind und die Durchblutungsstörung verursachen.

So selten werden Katheter-Untersuchungen durchgeführt, ohne dass eine Herzerkrankung vorliegt