Altersmedizin (Geriatrie)

Wie werden Patienten in der Altersmedizin behandelt?

Besonders wichtig für eine hochwertige geriatrische Behandlung ist es, Patienten mit geriatrischem Behandlungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Dies gilt sowohl für den hausärztlichen als auch den Krankenhaus-Bereich.

Identifizierung geriatrischer Patienten

In vielen Krankenhäusern in Hannover und Region werden bereits in den Notaufnahmen Patienten, die eine geriatrische Behandlung erhalten sollten, unter anderem mit einer speziellen Untersuchung identifiziert. Sie trägt die Bezeichnung ISAR (Identification of Seniors at Risk) und wird von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie empfohlen.

Weitere Behandlung geriatrischer Patienten

Noch am Aufnahmetag schließen sich für die auf diese Weise identifizierten geriatrischen Patienten verschiedene Basis-Tests an. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage für die geriatrische Behandlungsplanung und, von Beginn an, für die Durchführung der geriatrischen Therapie, u.a. der geriatrischen Frührehabilitation (siehe Seite Angebote der Krankenhäuser).

Vor und nach der Entlassung

Bereits vor dem Abschluss der Akutbehandlung im Krankenhaus wird die weitere Versorgung der Patienten geklärt. Jedes Krankenhaus prüft vor der Entlassung, inwieweit ein Patient zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen benötigt und ob er dazu fähig ist. Diese Maßnahmen sollen vermeiden, dass sich sein Zustand wieder verschlechtert und er möglicherweise pflegebedürftig wird oder bleibt. Der Sozialdienst des Krankenhauses unterstützt Patienten und ihre Angehörigen auch bei der Beantragung eines Pflegegrads und bei der Anerkennung als Schwerbehinderte.